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broken world, 2014

"Meine Beine zitterten unter der Bettdecke, während sich eine Kakofonie in meinem Kopf ausbreitete. Es war, als würde sich eine Gruppe von Menschen neben meinem Kopfkissen unterhalten. Nichts Dramatisches, nur eine stete, verwirrende Geräuschkulisse. Im Schein des flackernden Fernsehbildes verlor ich langsam den Verstand." (http://www.vice.com/de/read/so-fuehlt-sich-akute-schizophrenie-an-227)

Psychische Krankheiten sind in unserer Gesellschaft noch immer ein Tabuthema. Körperliche Gebrechen, wie ein fehlendes Bein oder Blindheit ist für alle sichtbar und nachvollziehbar. Doch Erkrankungen der Seele, des Geistes bemerkt man oft nicht auf den ersten Blick. In der Vergangenheit sperrte man Menschen mit Schizophrenie oder anderen gravierenden psychischen Beeinträchtigungen einfach weg. Aus den Augen, aus dem Sinn. Doch es hat ein Umdenken stattgefunden in den letzten Jahren. Es werden vermehrt Bemühungen für eine Integration der betroffenen Menschen zurück in die Gesellschaft gemacht.

Zum Beispiel indem in einem alternativen Arbeitsmarkt geschützte Arbeitsplätze angeboten werden oder die Wohnheime offen und nicht mehr als ge schlossene Anstalten geführt werden. Man möchte auch diese Menschen nicht mehr an den Rand der Gesellschaft drängen, sondern ein würdiges und selbstbestimmtes Dasein ermöglichen.

In einem Wohnheim für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen hatte ich 6 Monate als Praktikantin im Bereich Arbeit täglichen Kontakt mit diesen überaus interessanten und lieben Menschen. Ich habe gesehen, wie schwierig es ist, mit einem psychischen Handicap seinen Platz in der Gesellschaft zu finden. Es braucht viel Kraft und Selbstvertrauen, jeden Tag wieder dafür zu kämpfen, an sich zu arbeiten und mit den alltäglichen Problemen fertig zu werden.